Freitag, 9. November 2012

Spuren des Mondes


Wir gehen den Spuren des Mondes nach, 
Unsere Schatten zeichnen sich nur schwach,
Sind wie dunkle Geister, die uns begleiten, 
Die uns auf den Fersen folgen zu allen Zeiten.
Ein Baum steht am Weg mit dunklem Dach, 
An den der Mond sich leicht anlehnt.
Unterm Baum sitzt die Sehnsucht unendlich wach,
Und ihr Schatten sich rings um die Erde dehnt.
Der Mond lässt hinter sich den Wald, der ist blau
Und das Kleefeld, das blinkt vor Blätter und Tau.
Die Nachtluft, die lautlose Seufzer trinkt,
Hin unterm Mond auf das Kleelager sinkt.
Der Sehnsucht, der ist kein Weg zu rauh,
Und ihrem wegen kein Ende winkt.

Max Dauthendey

Foto: è proprio il caso di dire che...x te prenderei anche la luna!♥


aus der Sammlung: Lieder der Vergänglichkeit

Montag, 5. November 2012

Warum sind wir?

...Die wohl am häufigsten gestellte und doch nie beantworteste Frage die sich Menschen seit Anbeginn der Zeit gestellt haben. 
Wer bin ich? 
Warum bin ich hier? 
Zu welchem Zweck wurde ich erschaffen?
Wer weiß das schon? Und warum spuken mir diese Fragen schon seit ich klein bin andauernd durch den Kopf? Halten mich nachts wach und ließen mich als kleines Kind manchmal in Tränen ausbrechen, weil niemand die Antwort kannte? 
Natürlich, da gibt es die Wissenschaft, aber was weiß die schon? Auch die besten Forscher haben die Seele im Körper des Menschen noch nicht nachweisen können. Dabei sind sich die Menschen schon lange sicher, dass wir ohne sie nicht auf unsere Art existieren könnten. 
Was also machen? Wäre es mir möglich, ich würde mein Leben damit verbringen, nach der Lösung zu suchen. Aber in unserer Gesellschaft... Die Philosophie rückt immer weiter in den Hintergrund unseres seins. Ich frage mich, ob es nicht vielleicht gefährlich ist den Beruf, der über unser aller Sein denkt, durch Technologie zu ersetzen......